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Freiwilliges Soziales Schuljahr nach dem Neustädter Modell

Im Folgenden findest Du einen Überblick über das Freiwillige Soziale Schuljahr (FSSJ), in dem dessen Hintergründe und Konzeptionsideen erläutert werden sollen.

Was ist das Freiwillige Soziale Schuljahr?

Das FSSJ bietet Schülerinnen und Schülern aller Schularten die Möglichkeit sich über den Zeitraum eines Schuljahres hinweg ehrenamtlich zu engagieren. Hierfür wird die Zusammenarbeit mit lokalen Einrichtungen, Verbänden oder Vereinen angestrebt, deren Schwerpunkt soziale, kulturelle, ökologische oder gemeinnützige Tätigkeiten sind.

Interessierte Schülerinnen und Schüler ab der achten Jahrgangsstufe absolvieren ihr Engagement im Rahmen eines FSSJ außerhalb der Unterrichtszeiten für wöchentlich zwei Stunden. Der freiwillige Dienst kann ferner auch blockweise, beispielsweise am Wochenende, geleistet werden. Insgesamt sieht das FSSJ eine Mindestanzahl von 80 zu leistenden ehrenamtlichen Stunden vor, die die Kontinuität und Ernsthaftigkeit des Einsatzes belegen. Schulen und Eltern unterstützen dabei die Einsatzbereischaft der Schüler*innen.

Die fachliche Begleitung innerhalb der jeweiligen Einsatzstelle ermöglicht ein vertieftes Kennenlernen des Berufsfelds. Darüber hinaus können im Rahmen des FSSJ vielfältige persönliche Erfahrungen gesammelt werden, die sowohl die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler*innen fördern können, als auch bei der beruflichen Orientierung unterstützen können.

Mit der Rahmenvereinbarung für das Freiwillige Soziale Schuljahr wird der Einsatz offiziell bekräftigt. Die Tätigkeit beginnt im Zeitraum zwischen dem Start des neuen Schuljahres und dem 01. Oktober und endet in der Regel im Juli des darauffolgenden Jahres.

Am Schuljahresende erhalten die Schüler*innen als Würdigung für ihre freiwillige Tätigkeit ein FSSJ- Zeugnis, das den Einsatz von mindestens 80 Stunden bestätigt. Dieses kann Bewerbungen beigelegt werden und als Ausdruck für ihr ehrenamtliches Engagement dienen.

Vorteile für Schüler:

Das FSSJ bietet engagierten Schülerinnen und Schülern eine Vielzahl an Vorteilen. Entscheidet sich ein Jugendlicher für eine Teilnahme daran, dann erhält dieser im Rahmen des FSSJ einen vertieften Einblick in das Berufsfeld seiner selbst gewählten Einsatzstelle aus dem sozialen, kulturellen, ökologischen oder gemeinnützigen Bereich. Durch die feste Ansprechperson in der jeweiligen Einsatzstelle wird der fachliche Austausch sicher gestellt. Auch bei weitergehenden Fragen kann sich der/die Jugendliche an den/die Ansprechpartner*in wenden. Darüber hinaus können die Teilnehmer*innen vielfältige außerschulische Erfahrungen sammeln, ihre Sozialkompetenzen durch die (Team-)Arbeit stärken, Schlüsselqualifikationen, die auch für das spätere berufliche Leben wichtig sind, trainieren und so in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt werden. Während ihrer Tätigkeit lernen die FSSJler*innen darüber hinaus Verantwortung zu übernehmen und können berufliche Erfolgserlebnisse erfahren. Neben der Berufsorientierung will ein FSSJ die jungen Menschen auch an ehrenamtliches Engagement heranführen und honoriert ihren Einsatz mit der Ausstellung eines Zeugnisses am Ende des Schuljahres.

Vorteile für Einrichtungen:

Neben den Schülern profitieren auch die Einsatzstellen vom FSSJ:

Das FSSJ will das soziale Verantwortungsbewusstsein der Schülerinnen und Schüler fördern. Durch das Heranführen an die jeweilige Tätigkeit besteht die Möglichkeit das Interesse der FSSJler*innen für den Arbeitsbereich zu wecken. Auf diese Weise können Jugendliche auch über ein FSSJ hinaus für ehrenamtliche Arbeit begeistert werden und somit fördert das Modell den Nachwuchs Ehrenamtlicher. Zudem ermöglicht die Kontinuität und Regelmäßigkeit, mit der FSSJler*innen ihrer Tätigkeit nachgehen, eine Steigerung der Qualität der ehrenamtlichen Arbeit. Die fachliche Anleitung in der Einsatzstelle kann dadurch den Einsatz von freiwilligen jungen Helfern besser koordinieren, planen und betreuen, sodass möglichst alle Seiten gleichermaßen vom Engagement der Schülerinnen und Schüler profitieren.

Wer unterstützt dieses Projekt?

Die Höchstädter Schulen unterstützen engagierte Jugendliche, die sich für das FSSJ interessieren. Neben Auftaktveranstaltungen und Informationen zum FSSJ gibt es an den Schulen Lehrkräfte, die als direkte Ansprechpartner für Fragen und Angelegenheiten rund ums FSSJ fungieren.

Neben den Schulen unterstützen auch soziale Einrichtungen, Verbände und Vereine aus dem kulturellen, sozialen, ökologischen und geminnuützigen Bereich das FSSJ, indem sie sich als Einrichtungen zur Verfügung stellen, in denen ein FSSJ mit einer festen Ansprechperson absolviert werden kann.

Die Koordination und Verwaltung des FSSJ übernimmt die Jugendpflege der Stadt Höchstadt. Die Jugendpflege steht darüber hinaus auch für organisatorische sowie inhaltliche Fragen und Anliegen zum Ablauf des FSSJ zur Verfügung. Bei Problemen innerhalb der Einsatzstelle kann die Jugendpflege jederzeit kontaktiert werden.

Auch die Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler können sich an dem Projekt beteiligen.

Ferner berichten Medien über das Freiwillige Soziale Schuljahr und bilden somit einen weiteren Akteur, der das Projekt unterstützt.

Zuletzt gilt es noch die Caritas in Neustadt an der Aisch zu nennen, die das FSSJ ins Leben gerufen hat und ihm den Beinnahmen FSSJ nach dem Neustädter Modell gegeben hat.