Geschichte

Das Haus mit seinem sehr markanten, für die Stadt allerdings eher untypischen Ziegelsichtmauerwerk wurde 1923 als Pinselfabrik errichtet und 1929 zu einer Schuhfabrik umgebaut. Zunächst wurden unter den Namen Fortuna  Damen- und Herren-Hausschuhe produziert. 1943 wurde eine Berliner Rüstungsfirma in das Gebäude verlegt. Erst 1949 konnte die Firma Fortuna ihre Produktion wieder aufnehmen. 1989 kaufte die Bamberger Firma Manz den Betrieb und fertigte dort bis 2002 unter dem Namen Manz-Fortuna zusätzlich Herrenschuhe. Die Erweiterungsbauten späterer Jahre zeugen von den sich ändernden funktionalen Anforderungen. Aufgrund der großteils noch gut erhlatenen originalen Bausubstanz wurde das Hauptgebäude unter Denkmalschutz gestellt.

Die Stadt Höchstadt hat ein Umnutzungskonzept für das vierstöckige Gebäude entwickelt, das vorsieht folgende Institutionen unter dem Dach der "Fortuna Kulturfabrik" zu vereinen: im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss des Haupthauses finden sich nun der Große Saal für kulturelle Veranstaltungen, Theater und Konzerte und das Jugendzentrum. Im 2. Obergeschoss befindet sich die Volkshochschule, Informationsbüro/Kartenverkauf, ebenso wie die Stadtbücherei, die mit einem Mediencafé im Anbau verbunden ist. Das Dachgeschoss beherbergt die Musikschule und einen kommunalen Versammlungsraum.

Es galt, die baulichen Eigenheiten des historischen Gebäudes architektonisch an die geänderten nutzungsspezifischen Anforderungen anzupassen und die Planung mit den Anforderungen der Denkmalpflege abzustimmen. Es wurde bewusst eine materielle Unterscheidung zwischen alter Bausubstanz und neuen Ergänzungen gewählt, die im Ergebnis trotz aller Gegensätze zu einer harmonischen Gesamtheit führt.

Fortuna Kulturfabrik Höchstadt - AKU
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